"Il paradiso della musica"

Musica antiqua Italica - Saltarelli, Laude, Ricercare e Villanelle

Italien ist im Mittelalter und in der Renaissance das "musikalische Wunderland" Europas, ein Land, in dem verschiedene (Musik-)Kulturen aufeinander treffen, sich aneinander reiben und dabei etwas Neues und noch nie dagewesenes entstehen lassen. Da ist einerseits die machtvolle katholische Kirche mit ihrer wichtigen konservatorischen Funktion, die mit ihrer mündlichen und schriftlichen Überlieferung im besten Sinne bewahrend auf die Musik wirkte, aber zugleich auch viele Neuerungen zu unterbinden suchte, und daneben entsteht in den Bruderschaften der "Laudesi" die erste religiöse "Volksmusik" in Europa. 
Die harmonische und mehrstimmige Instrumentalmusik entwickelt sich und wird aufgewertet, etwa mit den Experimenten der Ars Nova und der Ars Subtilior, und gleichzeitig breiten sich die mächtigen Einflüsse der arabischen Kultur vor allem mit ihren rhythmisch-perkussiven Elementen von Süditalien aus langsam Richtung Alpen aus.

  1. "Questi capelli d'or / Cinquecento catenelle" CD "Cantar d'amore"